Rot für die Hygiene-Ampel

Die bundesweite Hygiene-Ampel für Gastronomiebetriebe wird vorerst nicht eingeführt. Die Bundesländer konnten sich nicht auf eine deutschlandweit einheitliche Lösung verständigen.

Hygieneampel auf rotDie Verbraucherschutzminister der Länder hatten sich für ein bundesweit einheitliches Modell eingesetzt, die Ergebnisse der Hygiene-Ampel für alle Verbraucher verständlich zu veröffentlichen. Die drei Ampelfarben sollten dabei die Hygienezustände jedes einzelnen Gastronomiebetriebes sichtbar machen. Grün steht dabei für Sauberkeit, Gelb und Rot für Betriebe mit Hygienemängeln. Anhand der drei Ampelfarben, die gut sichtbar am Eingang von Lokalen hängen würden, soll Gästen auf den ersten Blick sichtbar gemacht werden, wie sauber die jeweiligen Betriebe arbeiten und wie sie bei der letzten Lebensmittelkontrolle abgeschnitten haben. Grün steht für keine oder geringfügige Mängel, Gelb für mittlere und Rot für schwerwiegende Beanstandungen. Die Verbraucherschutzminister der Länder hatten bereits im Mai 2011 für dieses System gestimmt mit dem Ziel, die Transparenz in der Lebensmittelüberwachung zu verbessern. Deren Kollegen aus den Wirtschaftsministerien lehnten dies zunächst ab.

Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe der Verbraucherschutz- und Wirtschaftsminister für eine freiwillige Lösung ausgesprochen. Demnach kann jedes Land vorerst selbst entscheiden, ob es die Hygiene-Ampel verpflichtend für jeden Betrieb einführt oder es den Gastronomen freistellt. Hamburg würde das System als erstes Bundesland verpflichtend einführen. Eine gesetzliche Regelung dazu gibt es allerdings noch nicht. Es sieht also momentan so aus, dass Hamburg die Hygiene-Ampel erst einmal im Alleingang einführen wird und andere Bundesländer die praktische Umsetzung genau verfolgen werden.


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